Im Zentrum dieser Studie steht die Farblichtmusik von Alexander László, der 1925 mit seiner Multimedia-Show überwältigenden Erfolg hatte. Kurze Zeit später geriet seine neue Kunstform in Vergessenheit. Die Autoren haben Lászlós Experimente mehrfach wiederbelebt: Seine Musik wurde ausgegraben und mit einer aktuellen Visualisierung gekoppelt. Heutige Künstlerinnen und Künstler haben Lászlós Sonatina für Klavier und Farblicht schöpferisch reflektiert, Synästhetiker, die unwillkürlich zu Musik Farben und Formen wahrnehmen, haben ihre inneren Bilder zu seiner Musik aufgezeichnet. Ausserdem werden Natalia Sidlers eigens konstruierter Farblichtflügel und die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument, das Farbe, Licht und Musik kombiniert, vorgestellt.
Stefi Geyer (1888–1956), die aus Ungarn stammende Violinistin, lebte von 1920 bis zu ihrem Tod in Zürich. Béla Bartók, Othmar Schoeck und Willy Burkhard schrieben für sie Violinkonzerte. Zum ersten Mal wird ihre gesamte Lebensgeschichte, soweit sich diese rekonstruieren liess, nacherzählt, ergänzt um Fotografien und eine Liste sämtlicher Konzerte unter ihrer Mitwirkung. Ein gesondertes Kapitel ist der künstlerischen Beziehung zwischen Béla Bartók und Stefi Geyer gewidmet.
Der Band enthält in deutscher Übersetzung erstmals den gesamten Briefwechsel zwischen Stefi Geyer und Béla Bartók sowie Stefi Geyers Korrespondenz mit der Familie ihres Cousins mütterlicherseits.
Dirigierende Maschinen | Philippe Kocher [E-Book PDF]
Musik mit technikgestützter Tempovermittlung
In der musikalischen Aufführungspraxis ist es normalerweise der Mensch, der das Tempo erzeugt. Innerlich ein Tempo zu etablieren und es an das der mitmusizierenden Personen anzugleichen, ist eine grundlegende musikalische Fähigkeit. Was bedeutet es also, wenn das Tempo von einem technischen System vorgegeben wird? Philippe Kocher unterzieht diese besondere Art der Mensch-Maschine-Interaktion einer musikgeschichtlichen, technikgeschichtlichen und medienarchäologischen Betrachtung. Darüber hinaus entwickelt er innerhalb seiner wissenschaftlich-künstlerischen Studie ein eigenes System zur technikgestützten Tempovermittlung und beschreibt dessen Einsatz in der Praxis.
Signale, Systeme und Klangsynthese | Martin Neukom
Grundlagen der Computermusik
Dieses Buch behandelt die Erzeugung und die Verarbeitung von Klängen mit dem Computer. Mit Hilfe von Abbildungen, Animationen, Klangbeispielen und Beispielprogrammen werden die wichtigsten Techniken zur Klang- und Partitursynthese vorgestellt und die technischen und mathematischen Grundlagen erläutert, die zum Verständnis dieser Techniken notwendig sind. Nach einer Übersicht über die Grundlagen der Akustik stellt der Autor die Theorie der Signale und Systeme dar und gibt eine Einführung in die allgemeinen Programmiersprachen C und Mathematica und in die Programme Csound und CPS. Es folgen die Darstellungen der traditionell wichtigen Synthesetechniken, der nichtlinearen Techniken und der Synthese mit physikalischen Modellen. Den Abschluss bilden die Kapitel zur Klangprojektion im Raum und zur Verwendung algorithmischer und stochastischer Prozesse in der Computermusik. Der Anhang enthält eine Übersicht über mathematische Grundlagen, Tabellen und einen detaillierten Index. Auf den beiden CDs finden sich der Buchtext mit zusätzlichen Kapiteln und Erläuterungen, Klangbeispiele, Animationen und Programme.