Das “Handbuch Kunstphilosophie” bildet anhand systematischer Stichworte Grundpositionen kunstphilosophischen Denkens ab. Es wirft Schlaglichter auf die Theoriegeschichte sowie auf aktuelle Positionen, ohne sie einer Schulenbildung zu unterwerfen.
709 Seiten, UTB, 2022
ISBN 978-3-8252-5841-2
eISBN 978-3-8385-5841-7
Die Kunstphilosophie ist in Bewegung und erlebt nicht zuletzt im deutschsprachigen Kontext eine dynamische Weiterentwicklung.
Über die Fachgrenzen der philosophischen Ästhetik hinaus wirken diese Debatten hinein in die politische Philosophie, die Kunst- und Kulturwissenschaft, aber auch in die Theater-, Medien- und Musikwissenschaft.
Zugleich partizipieren sie an den kunstnahen Diskursen im Umfeld verschiedener künstlerischer Praktiken. Sie bringen so den Gestus der Selbstreflexion und Selbstverständigung in den universitären Disziplinen wieder zur Geltung.
Das “Handbuch Kunstphilosophie” bildet anhand systematischer Stichworte Grundpositionen kunstphilosophischen Denkens ab. Es wirft Schlaglichter auf die Theoriegeschichte sowie auf aktuelle Positionen, ohne sie einer Schulenbildung zu unterwerfen.
Das “Handbuch Kunstphilosophie” bildet anhand systematischer Stichworte Grundpositionen kunstphilosophischen Denkens ab. Es wirft Schlaglichter auf die Theoriegeschichte sowie auf aktuelle Positionen, ohne sie einer Schulenbildung zu unterwerfen.
709 Seiten, UTB, 2022
ISBN 978-3-8252-5841-2
eISBN 978-3-8385-5841-7
Das schwache Subjekt, die Toten und die ununterbrochene Trauerarbeit
In seinem Buch Melancholie und Medium fragt Michael Mayer nach der Gegenwart der Toten und der ethischen Rechtfertigung einer Trauerarbeit, die ununterbrochen die Unterbrechung in der Kommunikation der Lebenden und der Toten unterbricht.
Das Buch fragt nach den Toten. Es fragt nach ihrem Verschwinden und der kaum sichtbaren Narbe, die dieses Verschwinden auf der Oberfläche der Dinge hinterlässt. Und es fragt nach dem eigentümlichen Ort, von dem aus sie oft unvermutet in eine Gegenwart einbrechen, die als Gegenwart der Lebenden und ihres weltweiten Verkehrs untereinander sich gegen ihren Einfall mehr und mehr abzudichten scheint. Dieser Einfall – das ist die These, die das Buch diskutieren möchte – vollzieht sich als Zwischenfall im Gefüge einer medialen Repräsentation, an deren Bruchlinien die Präsenz der Toten fühlbar zu werden vermag – als paradoxe Präsenz ihrer Abwesenheit in ihrer ebenso schmerzlichen wie beglückenden Intensität. In diesem Zwischenfall reklamieren sie ihren Anspruch auf Zugehörigkeit zu uns an uns – den kommenden Toten.
166 Seiten, Passagen Verlag, 2019
ISBN 978-3-7092-0392-7
Seien wir realistisch | Magdalena Marszałek, Dieter Mersch (Hg.)
CHF 45.00
Neue Realismen und Dokumentarismen in Philosophie und Kunst
Dokumentarische Kunstpraktiken haben derzeit Hochkonjunktur, ob in Fotografie, Film, Theater, performativen Kunstexperimenten oder Literatur. Über einen »neuen Realismus« wird in der Philosophie ebenso wie in der künstlerischen Produktion diskutiert. Ein postkonstruktivistischer Realismus misstraut der Repräsentation, weiß um die Gemachtheit der Darstellung und will auf die Selbstreflexivität künstlerischer Praktiken nicht verzichten. Doch weder ist den gegenwärtigen Realismen das Begehren nach unmittelbarer Wirklichkeitserfahrung fremd, noch verzichten sie auf Wirklichkeitskritik und politische Intervention. Immer wieder geht es um die Herstellung einer Berührung mit Wirklichkeit und einer Wirklichkeit der Berührung, des Affekts – in der Einflechtung des ›Rohmaterials‹ ins Artefakt, der Restitution einer Erfahrung im Reenactment oder der Arbeit mit Zeugen und ›Experten des Alltags‹ in Film und Theater.
Es gibt keine Theorie, die nicht auf eine bestimmte Weise ästhetisch wäre. Auch Adorno hat den Entwurf seiner Ästhetischen Theorie nicht einfach als eine Theorie des Ästhetischen verstanden, sondern war sich der ästhetischen Implikationen von Theorie bewusst. Gleichzeitig haben wir es mit ästhetischen Gegenständen und Ereignissen zu tun, denen eine ästhetische Theorie immanent ist, die sich selbst als Kunst zeigt. So lässt sich von beiden Seiten – Theorie und Ästhetik – an jene etymologische Bedeutung von theoria anknüpfen, die das Theoretische als ein Sehen oder als eine Sichtweise versteht. Dieser Verbindung und Gleichzeitigkeit geht der Band nach. Im Fokus stehen Überlegungen, in denen die ästhetischen Implikationen von Theorie und die theoretischen Implikationen ästhetischer Ereignisse gleichermaßen zur Sprache kommen.