Das Museum verlernen? Kolonialität und Vermittlung in ethnologischen Museen Band 1 | Nora Landkammer (Hg.)
CHF 28.70
Wie geht die Bildungsarbeit im ethnologischen Museum mit dem kolonialen Erbe der Institutionen um? Kann das ethnologische Museum ein Ort des Verlernens sein, und wenn ja, wie? Die zweibändige Publikation widmet sich der Vermittlungsarbeit in dekolonisierender Perspektive.
Band 1: Eine Analyse gegenwärtiger Diskurse in einem konfliktreichen Praxisfeld
Der erste Band, Eine Analyse gegenwärtiger Diskurse in einem konfliktreichen Praxisfeld,basiert auf einer qualitativen Interviewstudie mit Vermittler*innen in Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Analyse macht Vermittlung in ethnologischen Museen als Feld widerstreitender Wissensordnungen sichtbar, zwischen den Konventionen besucher*innenorientierter Museumspädagogik, Partizipation, reflexiven Ansätzen aus der Ethnologie und der postkolonialen Kritik. Im Double Bind zu handeln zeigt sich mit Rückgriff auf post- und dekoloniale Zugänge in der Pädagogik als zentral für eine pädagogische Ethik im ethnologischen Museum. Zugleich argumentiert die Studie mit historischen Kontextualisierungen, dass die Widersprüche selbst einer dekolonisierenden Lektüre unterzogen und verschoben werden müssen, um zu Handlungsräumen zu gelangen.
“Studien zur Kunstvermittlung” ist eine Publikationsreihe, die sich aus einer macht- und diskriminierungskritischen Perspektive Fragestellungen der Kunstvermittlung – hier verwendet als etablierter Schirmbegriff für das vielgestaltige Arbeits- und Forschungsfeld an der Schnittstelle von Kulturproduktion und Bildungsarbeit – widmet.
Kunstvermittlung zeigen | Carmen Mörsch, Sigrid Schade, Sophie Vögele (Hg.)
CHF 35.90
Über die Repräsentation pädagogischer Arbeit im Kunstfeld
Dieser Band versammelt Analysen aus einem gleichnamigen Forschungsprojekt zur Frage, was dar- und hergestellt wird, wenn Kunstvermittlung z. B. in der Öffentlichkeitsarbeit ins Bild gesetzt wird. Die Untersuchungen zur Repräsentation pädagogischer Museumsarbeit an Schweizer Kunstinstitutionen wurden um internationale Perspektiven und Reflexionen zur Repräsentation von Kunsthochschulen und von Kunstunterricht in der Schule ergänzt. (dt./engl.)
Studien zur Kunstvermittlung Band 1
648 Seiten, Zaglossus, 2017
ISBN 978-3-902902-58-0
Das Museum verlernen? Kolonialität und Vermittlung in ethnologischen Museen Band 2 | Nora Landkammer et al. (Hg.)
CHF 28.70
Wie geht die Bildungsarbeit im ethnologischen Museum mit dem kolonialen Erbe der Institutionen um? Kann das ethnologische Museum ein Ort des Verlernens sein, und wenn ja, wie? Die zweibändige Publikation widmet sich der Vermittlungsarbeit in dekolonisierender Perspektive.
Band 2: Praxen und Reflexionen kritischer Bildung und Wissensproduktion. Hg. Stephanie Endter, Nora Landkammer, Karin Schneider
Kunstkasten. Ein praktisches Lernmodul zur Vermittlung der Künste zu Bildender Kunst, Musik, Tanz, Theater | Institute for Art Education
Das praktische Lernmodul zur Vermittlung der Künste
Kunst soll für alle da sein. Die Bildungsdirektion Zürich und das Institute for Art Education tragen dazu mit einem Lernmodul zur Vermittlung der Künste bei. Der Kunstkasten bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I und II die Möglichkeit, sich spielerisch mit Persönlichkeiten und Produktionen aus Musik, Tanz, Theater und Bildender Kunst zu beschäftigen. So gewinnen sie Wissen über die künstlerischen Arbeitsbereiche und deren beruflichen Perspektiven. Den Kunstkasten gibt es in den drei Vertiefungen Bildende Kunst, Musik und Tanz/Theater. Jede Vertiefung enthält Unterrichtsmaterial für minimal sieben Lektionen.
Kunstvermittlung 2 | Carmen Mörsch (Hg.) [E-Book PDF]
Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12. Ergebnisse eines Forschungsprojekts
Der zweite Band der Publikation widmet sich der Selbstreflexion der Vermittlungspraxis, ihrer Methoden und Hintergründe. Die in Band 1 präsentierten Beispiele für Vermittlungsformate werden reflektiert und in den Fachdiskurs eingebettet. Professionell Interessierte finden hier Anleitungen, Hinweise und Denkanstöße zur Kunstvermittlung.
400 Seiten (PDF), Diaphanes, 2009
ISBN 978-3-0-3734078-3
Holy Shit | Michael Mettler, Basil Rogger, Peter Weber, Ruedi Widmer, Stefan Zweifel (Hg.)
CHF 50.00
Im Jahr 1929 arbeitete Georges Bataille in Paris mit Michel Leiris, Carl Einstein und Georges-Henri Rivière am Konzept von »Documents«. Es entstand eine Zeitschrift, in der Bilder des Hohen und des Niederen in der Kultur miteinander kollidierten und kommunizierten. Die darin liegende Befragung des Kulturbegriffs war auch ein Anliegen des in Hamburg arbeitenden Aby Warburg. Carl Einstein nahm deshalb Kontakt mit Fritz Saxl und Erwin Panofsky von der Bibliothek Warburg auf, um letztere zu einer Mitarbeit an »Documents« einzuladen. Aus dem vertiefenden Studium dieses Briefwechsels ergibt sich, dass die Begegnung von Batailles »Documents« und Warburgs »Atlas Mnemosyne« innerhalb einer gemeinsamen Ausstellung als eine fast zwingende Konsequenz im Raum stand. Durch den Tod von Aby Warburg am 26. Oktober 1929 zerschlugen sich diese Pläne. Die vorliegende Publikation rekonstruiert die verschollene Ausstellung und erweitert sie um vier auf die Gegenwart bezogene Räume (Theodrom, Kosmodrom, Technodrom, Soziodrom). Darin wird deutlich, dass ein zeitgemäßer Umgang mit globalisierter Kultur an der durch Warburg und Bataille angestoßenen Bild-Strategie eines radikalen Neu-Konstellierens von Fremdem und Eigenem, Primitivem und Avanciertem, Wissen und Unbewusstem – und somit eines Operierens im und am eigenen Auge – nicht vorbeikommt.