Mit Reflexionen und Ansätzen zur begrifflichen Auslegung von künstlerischer Forschung, Fallbeispielen zur Umsetzung einer praxisorientierten Forschung sowie einem Gespräch an der Schnittstelle von Forschungs- und Filmförderung, richtet subTexte 04 den Fokus auf Forschung und Film. Film wird dabei nicht nur als autorschaftliches Medium der Forschung begriffen, sondern ist selber ein Medium der Forschung.
Mit Reflexionen und Ansätzen zur begrifflichen Auslegung von künstlerischer Forschung, Fallbeispielen zur Umsetzung einer praxisorientierten Forschung sowie einem Gespräch an der Schnittstelle von Forschungs- und Filmförderung, richtet subTexte 04 den Fokus auf Forschung und Film. Film wird dabei nicht nur als autorschaftliches Medium der Forschung begriffen, sondern ist selber ein Medium der Forschung.
Am Zürcher Dokumentarfilmforum ZDOK.09 präsentierten und diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von europäischen Universitäten, Filmhochschulen und Fachhochschulen aus verschiedenen Blickwinkeln ihre Erfahrungen mit der filmischen Forschung in den Fachbereichen Ethnologie, Dokumentarfilm, Medientechnologie und Filmwissenschaft.
Der Band subTexte 04 ist in vier Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst die Referate des Symposiums; der zweite präsentiert unter dem Titel „Streiflichter“ Beispiele von Forschungsprojekten mit dem Medium Film. Einen Einblick in die Podiumsgespräche gibt der dritte Teil. Der letzte Teil ist dem Alexis Victor Thalberg-Preis gewidmet, der jährlich an innovative studentische Dokumentarfilme verliehen wird. Auf der beiliegenden DVD werden die Siegerfilme von 2009 präsentiert.
ZHdK: Institute for the Performing Arts and Film (IPF)
Experten, Amateure, behinderte Darsteller im Gegenwartstheater
Seit den 1990er Jahren treten vermehrt Darsteller auf den Bühnen des professionellen Theaters auf, die den Kriterien für Berufsschauspieler eigentlich nicht entsprechen. Unter welchen Prämissen tauchen diese Darsteller ohne Schauspielschuldiplom in der Theaterlandschaft auf? Der Bogen reicht vom Spiel mit Authentizität über die Teilhabe marginalisierter Gruppen bis hin zu den «Freaks» bei Christoph Schlingensief und den Darsteller des Theaters Hora, professionellen Darstellern mit einer geistigen Behinderung.
Das Buch zeichnet das heterogene Phänomen der Laien im Gegenwartstheater nach: von den Experten des Alltags (Rimini Protokoll) bis hin zu Bürgerbühnen, die das Theater mit Laien institutionalisierten. In den Fokus rücken auch andere Formen der Theaterpraxis, die in einem spannungsreichen Kontrast zum «Expertentheater» stehen: das lebendige Amateurtheater der Schweiz und Theater von und mit behinderten Darstellern. Während im Freilichttheater oft Profis mit Laien zusammenarbeiten und sich Mischformen von professionellem und Amateurtheater herausbilden, stehen im Behindertentheater nicht nur ästhetische Normen, sondern auch dem Schauspieldiskurs eingeschriebene Körper- und Menschenbilder auf dem Prüfstand.
Die ebenso wissenschaftlich präzise wie praxisnahe Studie beleuchtet nichtprofessionelle Darsteller als Schnittstelle einer wechselseitigen Annäherung von Alltagstheater und Theaterkunst in Bezug auf gegenseitige Durchdringung, aber auch im Hinblick auf die Eigenheiten verschiedener Theaterpraxen.
Wirkungsmaschine Schauspieler | Anton Rey, Hajo Kurzenberger, Stephan Müller (Hg.) [E-Book PDF]
Vom Menschendarsteller zum multifunktionalen Spielemacher
Was macht Schauspielen heute aus? Vertreter aus Theaterpraxis, Wissenschaft und Ausbildung diskutieren über Darstellung im Spannungsfeld zwischen Schauspieler-Alltag und Alltags-Performer, über Arbeitsverhältnisse zwischen Schauspielern und Regisseuren, Ausbildungsprofile verschiedener Schauspielschulen, theaterwissenschaftliche Analysen von Spielweisen und Probenprozessen und Visionen vom Schauspieler in der Theatergeschichte und Gegenwart.
Künstlerische Forschung. Ein Handbuch | Jens Badura, Selma Dubach et al. (Hg.) [E-Book PDF]
Die Debatte um »Künstlerische Forschung« hat einen hohen Grad an Differenzierung erreicht, sei es in ihrer allgemeinen, theorieorientierten Dimension, sei es auf der Ebene der Praxis des künstlerischen Forschens selbst. Alles deutet darauf hin, dass sich die Künstlerische Forschung an der Schwelle zu einer Institutionalisierung befindet. Ziel des Bandes ist es nicht nur, eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Frage- und Themenstellungen zu erstellen, sondern auch jene Kontroversen abzubilden, aufgrund derer man den Prozess einer vorschnellen »Disziplinierung« der künstlerischen Forschung kritisch betrachten mag. Entlang einiger Leitfragen entwirft der Band eine Topographie des gesamten Feldes der Debatte um künstlerische Forschung.
344 Seiten (PDF), Diaphanes, 2015
ISBN 978-3-03734-880-2