Experten des Alltags. Das Theater von Rimini Protokoll | Miriam Dreysse, Florian Malzacher (Hg.)
CHF 32.50
Alte Damen, Teenager, arbeitslose Fluglotsen, gescheiterte Bürgermeisterkandidaten, Vietnamsoldaten, Trauerredner, bulgarische Fernfahrer, indische Call-Center-Mitarbeiter – immer stehen «echte Menschen» im Mittelpunkt der Regiearbeit von Rimini Protokoll: Sie sind das Markenzeichen der dokumentarischen Inszenierungen von Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel, Experten ihres eigenen Alltags. Selten findet die Auseinandersetzung mit Realität und Fiktion so konsequent und zugleich einfühlsam und spielerisch statt wie im Theater von Rimini Protokoll. Mit diesem Band werden erstmals Bühnenproduktionen ebenso wie ortsspezifische Arbeiten, Audiotouren und Hörspiele des erfolgreichen Regietrios durch Journalisten, Wissenschaftler und Künstler dargestellt und reflektiert. Mit zahlreichen farbigen Fotografien und einem vollständigen Werkverzeichnis.
232 Seiten, Alexander Verlag, 2007
ISBN 978-3-89581-181-4
Selten findet die Auseinandersetzung mit der Realität so konsequent, radikal und zugleich einfühlsam, raffiniert und spielerisch statt, wie im Theater von Rimini Protokoll: Alte Damen um die Achtzig, Teenager, arbeitslose Fluglotsen, gescheiterte Bürgermeisterkandidaten, Vietnamsoldaten, Trauerredner, Fernfahrer, Rechtsanwälte – immer stehen ‚echte Menschen‘ im Mittelpunkt der Inszenierungen.
Markenzeichen ihrer dokumentarischen Inszenierungen ist die Arbeit mit nichtprofessionellen Darstellern, die als ‚Experten‘ direkt aus dem Alltag auf die Bühne geholt werden. Auch mit der Auswahl außergewöhnlicher Spielorte – u.a. der am politischen Veto gescheiterte Versuch, den ehemaligen Bundestag in Bonn zu bespielen (Deutschland 2, 2002), die Liveinszenierung eines Platzes in der Hannoveraner Innenstadt (Sonde Hannover, 2002) oder per Handy gesteuerte Spaziergänge durch Berlin Kreuzberg und Kalkutta (Call Cutta. A mobile phone theatre, 2005) – machen Rimini Protokoll auf sich aufmerksam.
Erstmals wird nun die Arbeit des erfolgreichen Regietrios in einem Band dargestellt und reflektiert. Journalisten, Wissenschaftler und Künstler, die seit vielen Jahren mit dem Werk von Rimini Protokoll vertraut sind, widmen sich in essayistischen, wissenschaftlichen und dokumentarischen Beiträgen unterschiedlichen Fragestellungen und Projekten im Rahmen einer umfassenden Monographie. Zahlreiche Fotographien und ein vollständiges Werkverzeichnis ergänzen den Band.
Mit Beiträgen von Eva Behrendt, Diedrich Diederichsen, Heiner Goebbels, Martina Müller-Wallraf, Hans-Thies Lehmann, Annemarie Matzke,Tobi Müller, Rimini Protokoll, Georg Seeßen, Gerald Siegmund.
ZHdK: Institute for the Performing Arts and Film (IPF)
Wirkungsmaschine Schauspieler | Anton Rey, Hajo Kurzenberger, Stephan Müller (Hg.) [E-Book PDF]
Vom Menschendarsteller zum multifunktionalen Spielemacher
Was macht Schauspielen heute aus? Vertreter aus Theaterpraxis, Wissenschaft und Ausbildung diskutieren über Darstellung im Spannungsfeld zwischen Schauspieler-Alltag und Alltags-Performer, über Arbeitsverhältnisse zwischen Schauspielern und Regisseuren, Ausbildungsprofile verschiedener Schauspielschulen, theaterwissenschaftliche Analysen von Spielweisen und Probenprozessen und Visionen vom Schauspieler in der Theatergeschichte und Gegenwart.
Künstlerische Forschung. Positionen und Perspektiven | Anton Rey, Stefan Schöbi (Hg.) [E-Book PDF]
Künstlerische Forschung ist derzeit der Ort ener heftigen Debatte: einerseits über die erkenntnistheoretischen Ziel, Verfahren und Instrumente dieser Forschung; zum anderen über die Autorität und Spezialisierung derjenigen, die zu diesem Bereich beitragen. SubTexte 03 dient als Orientierungshilfe für Forscher und Künstler und sammelt vier Positionen und Perspektiven der Forschung in, für und innerhalb der Kunst. Mit Beiträgen von Dirk Baecker, Henk Borgdorff, Sønke Gau, Alfred Nordmann, Katharina Schlieben.
Acoustics of the Vowel. Preliminaries | Dieter Maurer
It seems as if the fundamentals of how we produce vowels and how they are acoustically represented have been clarified: we phonate and articulate. Using our vocal chords, we produce a vocal sound or noise which is then shaped into a specific vowel sound by the resonances of the pharyngeal, oral, and nasal cavities, that is, the vocal tract. Accordingly, the acoustic description of vowels relates to vowelspecific patterns of relative energy maxima in the sound spectra, known as patterns of formants. The intellectual and empirical reasoning presented in this treatise, however, gives rise to scepticism with respect to this understanding of the sound of the vowel. The reflections and materials presented provide reason to argue that, up to now, a comprehensible theory of the acoustics of the voice and of voiced speech sounds is lacking, and consequently, no satisfying understanding of vowels as an achievement and particular formal accomplishment of the voice exists. Thus, the question of the acoustics of the vowel – and with it the question of the acoustics of the voice itself – proves to be an unresolved fundamental problem.