Kalkül und Kontingenz | Anne Gruber, Anna Schürch, Sascha Willenbacher, Carmen Mörsch, Mira Sack (Hg.)
CHF 41.50
Kunstbasierte Untersuchungen im Kunst- und Theaterunterricht
Was bedeutet der bildungstheoretisch aufgeladene Begriff «Kontingenz» für das Unterrichten von Kunst und Theater an Schulen? Etwa, dass mit unvorhergesehenen Situationen zu rechnen ist? Oder dass Momente entstehen können sollen, die Unvorhersehbares zulassen? Oder bedeutet es anzuerkennen, dass jeder Kanon auch anders aussehen könnte und keine feste Basis darstellt? Dass Lehrer*innen und Theaterpädagog*innen registrieren, wie ihre bisherigen Vorannahmen brüchig werden? Die in dieser Publikation versammelten Beiträge geben Auskunft zu diesen und weiteren Fragen.
Die in dieser Publikation versammelten Beiträge geben Auskunft zu diesen und weiteren Fragen. Sie sind das Ergebnis des mehrjährigen interdisziplinären, fachdidaktisch ausgerichteten Forschungsprojekts «Kalkül und Kontingenz», in dem Lehrer*innen des Fachs Bildnerisches Gestalten sowie Musik- und Theaterpädagog*innen den eigenen Kunst- und Theaterunterricht zum Umgang mit Kontingenz untersuchten. Dabei bilden die Beiträge der forschenden Berufspraktiker*innen und des wissenschaftlichen Begleitteams die inhaltlich, sprachlich, methodisch und formal eigenständigen Suchbewegungen der Beteiligten und die daraus resultierenden Erkenntnisse ab. Die Publikation richtet sich an Peers im Feld der schulischen, hochschulischen und ausserschulischen Vermittlungspraxis in den Künsten sowie an Peers, die in diesen Feldern forschen.
Autor*innen: Seraina Dür, Christin Glauser, Anne Gruber, Helen Hagenbuch, Simon Harder, Simon Kramer, Milena Meier, Sabine Mommartz, Carmen Mörsch, Roland Nyffeler, Anna Schürch, Eva Welter und Sascha Willenbacher
Das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte, teambasierte Forschungsprojekt wurde von forschenden Berufspraktiker*innen mit wissenschaftlicher Begleitung am Institute for Art Education (IAE) der ZHdK (in Kooperation mit dem Studiengang Bachelor Theaterpädagogik) realisiert.
Künstlerische Prozesse kennzeichnen sich durch Intuition, Experiment und Individualität. Wie können Lehrende die iterativen Prozesse ihrer Studierenden bestmöglich begleiten? Und wie können Lernende die Eigenheiten ihrer Praktiken als Ressourcen begreifen? Das Buch zeigt Haltungen, Strategien und Methoden eines zeitgemässen und unterstützenden Dialogs mit Lernenden im gestalterischen Kontext auf, der – im Sinne eines Coachings von der künstlerischen Eigenständigkeit und Problemlösungskompetenz des Gegenübers ausgeht.
180 Seiten, Kopaed, 2019
ISBN 978-3-96848-037-4 (2. korrigierte Auflage 2021)
Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12. Ergebnisse eines Forschungsprojekts
Der zweite Band der Publikation widmet sich der Selbstreflexion der Vermittlungspraxis, ihrer Methoden und Hintergründe. Die in Band 1 präsentierten Beispiele für Vermittlungsformate werden reflektiert und in den Fachdiskurs eingebettet. Professionell Interessierte finden hier Anleitungen, Hinweise und Denkanstöße zur Kunstvermittlung.
400 Seiten, Diaphanes, 2009
ISBN 978-3-03734-078-3
Kunstvermittlung in der Migrationsgesellschaft. Reflexionen einer Arbeitstagung, 2011 [E Book PDF]
Herausgegeben vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), dem Institute for Art Education (IAE), ZHdK und dem Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin
Die Arbeitstagung in Berlin ging davon aus, dass angesichts der Tatsache, dass wir in einer Migrationsgesellschaft leben, die Debatte zur Vermittlungsarbeit in Kulturinstitutionen nicht bei Strategien der Publikumserweiterung und dem Schaffen von Zugang stehen bleiben kann. Vielmehr bedarf es einer umfassenden Reflexion institutioneller und vermittlerischer Selbstverständnisse und Positionierungen. Wie wäre eine Vermittlungsarbeit zu entwerfen, die Unterschiede anerkennt, aber Ungleichheit nicht «kulturell» festschreibt und ihre Ursachen verdeckt? Welche Möglichkeiten bietet gerade die Kunstvermittlung für Verschiebungen in der Ordnung der Zugehörigkeiten? Wie kann eine Kunstvermittlung aussehen, die die Vorstellungen von Kultur und Bildung innerhalb der Institution selbst befragt und mitgestaltet? Die Publikation soll ein Medium sein, die auf der Tagung aufgeworfenen Fragen weiterzutragen und eine Fortführung der Debatte anzuregen.
ifa-Edition Kultur und Aussenpolitik
112 Seiten (PDF), Institut für Auslandsbeziehungen, 2012