{"id":1413,"date":"2019-04-24T15:48:01","date_gmt":"2019-04-24T13:48:01","guid":{"rendered":"http:\/\/publikationen.zhdk.ch\/?post_type=product&#038;p=1413"},"modified":"2022-04-19T14:15:38","modified_gmt":"2022-04-19T12:15:38","slug":"topologie-und-funktionsweise-des-netzwerks-der-mail-art","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/?product=topologie-und-funktionsweise-des-netzwerks-der-mail-art","title":{"rendered":"Topologie und Funktionsweise des Netzwerks der Mail Art | Kornelia R\u00f6der"},"content":{"rendered":"<p>Beim Netzwerk der Mail Art handelt es sich um das erste World Wide Web, lange bevor es das Internet gab. Die Post wurde als weltweites Kommunikationssystem genutzt. Es entwickelte sich aus einem kunstgeschichtlichen Kontext heraus und brachte ein neuartiges Beziehungsgeflecht von Kunst, Kultur und Gesellschaft hervor. Zum einen stellte es eine der sich mit der Grenz\u00fcberschreitung der Kunst entwickelnde neue Produktions-, Kommunikations- und Vermittlungsform dar. Zum anderen wurde mit ihm die bisherige Funktionsweise von Kunst kritisch hinterfragt, vor allem deren Warencharakter bzw. deren ideologische Vereinnahmung wie in Osteuropa. Es warf grundlegende Fragen nach dem Stellenwert von Original und Autorenschaft auf, denn an die Stelle der Genialit\u00e4t des einzelnen K\u00fcnstlers trat das Gemeinschaftswerk. Ob K\u00fcnstler oder Laie, jeder konnte sich an Projekten beteiligen und selbst neue initiieren. Mit dem Netzwerk der Mail Art entwickelten sich spezifische Ausdrucksformen wie Postkarte, Assemblings, Rubber Stamps, K\u00fcnstler-Briefmarke und Magazine, die zugleich den Vernetzungsprozess bef\u00f6rderten. Es kann als Erscheinungsform einer sich in den 1960er Jahren entwickelnden Bewegung zur Demokratisierung der Kunst angesehen werden. Aufgrund der speziellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gewann es f\u00fcr die L\u00e4nder Osteuropas eine spezifische Bedeutung. Es bot eine der wenigen M\u00f6glichkeiten, weltweit und \u00fcber die Systemgrenzen hinaus, Ideen und Kunst auszutauschen und die Verbindung zum internationalen Kunstgeschehen w\u00e4hrend der Zeit des Kalten Krieges aufrecht zu erhalten. Initiativen von osteurop\u00e4ischen K\u00fcnstlern und Mailartisten stehen im Mittelpunkt. Deren Dokumentation tr\u00e4gt dazu bei, einen differenzierteren Blick auf die Kunst, die bis zur \u00d6ffnung der Grenzen im Jahr 1989 entstand, zu entwickeln und fokussiert k\u00fcnstlerische Leistungen, die es vor dem Vergessen zu bewahren gilt.<\/p>\n<p><span class=\"description\">ZHdK: Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"entry-subtitle\">Seine spezifische Bedeutung f\u00fcr Osteuropa von 1960 bis 1989<\/p>\n<p>Band 5 der Schriftenreihe besch\u00e4ftigt sich mit dem Netzwerk der Mail Art, bei dem es sich um das erste World Wide Web handelt, lange bevor es das Internet gab. Die Post wurde als weltweites Kommunikationssystem genutzt. Es entwickelte sich aus einem kunstgeschichtlichen Kontext heraus und brachte ein neuartiges Beziehungsgeflecht von Kunst, Kultur und Gesellschaft hervor. Mit dem Netzwerk der Mail Art entwickelten sich spezifische Ausdrucksformen wie Postkarte, Assemblings, Rubber Stamps, K\u00fcnstler\u00e7*innen-Briefmarke und Magazine, die zugleich den Vernetzungsprozess bef\u00f6rderten.<\/p>\n<p>Schriftenreihe f\u00fcr K\u00fcnstlerpublikationen, Band 5<\/p>\n<p>300 Seiten,\u00a0Salon Verlag, 2008<br \/>\nISBN 978-3-89770-280-6<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1415,"template":"","meta":[],"product_brand":[],"product_cat":[151,753],"product_tag":[811],"class_list":{"0":"post-1413","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-ics","7":"product_cat-roeder-kornelia","8":"product_tag-mail-art","10":"first","11":"instock","12":"shipping-taxable","13":"product-type-external"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product\/1413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/product"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product\/1413\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3036,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product\/1413\/revisions\/3036"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_brand&post=1413"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_cat&post=1413"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/publikationen.zhdk.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_tag&post=1413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}